Betrug kostet Unternehmen weltweit über 5 % ihres Jahresumsatzes — laut Association of Certified Fraud Examiners. Regelbasierte Systeme erkennen nur bekannte Muster. AI findet auch das Unbekannte.
Statt starre Regeln ("Alarm bei Transaktionen über 10.000 €") lernt AI, was normal ist — und flaggt alles, was davon abweicht:
Der Clou: AI braucht keine gelabelten Betrugsfälle. Unsupervised-Modelle (Isolation Forest, Autoencoder, DBSCAN) lernen die normale Datenverteilung und identifizieren Ausreißer automatisch.
Vorteil: Erkennt neue, noch unbekannte Betrugsmuster — sogenannte Zero-Day-Fraud.
Klassische Prüfungen finden monatlich oder quartalsweise statt — Betrug wird erst Wochen später entdeckt. AI-Echtzeit-Monitoring prüft jede Transaktion in Millisekunden:
Bewährte Ansätze für Fraud Detection:
| Modell | Stärke | Einsatz |
|---|---|---|
| Random Forest | Robust, erklärbar | Transaktions-Klassifikation |
| XGBoost | Höchste Genauigkeit | Risiko-Scoring |
| Autoencoder | Erkennt Unbekanntes | Anomalie-Erkennung |
| Graph Neural Networks | Netzwerk-Analyse | Lieferanten-Betrug |
Entscheidende Features für Fraud-Modelle:
Das größte Praxisproblem: Zu viele Fehlalarme. Wenn 95 % der Alerts harmlos sind, ignoriert das Compliance-Team sie irgendwann.
Lösung: Feedback-Loop — Compliance markiert Alerts als "Betrug bestätigt" oder "False Positive", AI lernt und reduziert Fehlalarme kontinuierlich.
Entscheidend: Fraud Detection ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Betrüger passen sich an. Deshalb muss Ihr Modell kontinuierlich re-trainiert werden — nicht einmal im Jahr, sondern monatlich.